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Angeln am Forellenteich

Viele zukünftige Petrijünger probieren das Angeln gerne erst einmal in sicherer Umgebung aus. Dazu eignen sich die sogenannten Forellenteiche ausgezeichnet. Hier benötigt man in vielen Fällen keinen Angelschein bzw. eine bestandene Fischereischeinprüfung, sondern kann sich gegen eine Gebühr erst einmal ausprobieren. Und auch, wenn angelbegeisterte Väter oder Mütter mit ihren Jüngsten gemeinsam auf die Pirsch gehen wollen sind Forellenteiche oftmals die erste Anlaufstelle. Was ein Forellenteich überhaupt ist und wo und wie man dort erfolgreich angelt, erfährst Du in folgendem Beitrag.

Was ist ein Forellenteich?

Forellenteiche gibt es in Deutschland mittlerweile in jedem Bundesland. Es handelt sich bei Ihnen um kommerziell genutzte Gewässer, in denen Fische verschiedener Arten gehalten werden. Damit die Gewässer immer einen guten Fischbestand aufweisen, bei dem es sich nicht ausschließlich um Forellen handelt, werden regelmäßig Nahrung und Sauerstoff zugeführt und Jungfische ausgesetzt. Auch das jährliche Abfischen gehört zur Pflege eines Forellenteichs. Wie bereits erwähnt, leben in einem Forellenteich nicht ausschließlich Forellen, sondern auch andere Fischarten wie Karpfen, Hecht, Zander, Aal oder Stör.

Was versteht man unter Angeln am Forellenteich?

Nun könnte man denken, dass Angeln an einem Forellenteich keine Herausforderung darstellt. Doch auch wenn Fische hier gehegt und gepflegt werden, springen sie nicht von selbst in den Kescher. Beim Angeln am Forellenteich ist darum ebenso einiges an Geschick und Kenntnisse zu den Fischen und deren Verhalten gefragt. Auch der Umgang mit der Rute und den Ködern stellt so manche Herausforderung dar. Ein passionierter Angler wird sicher dem Forellenfischen in freier Natur den Vortritt geben. Für Anfänger oder Interessierte sind Forellenteiche allerdings eine gute Umgebung, um die Sportfischerei kennenzulernen. Hier ist es nicht unwahrscheinlich, erfolgreich zu sein und einen ersten Fang zu landen. Und obgleich die Anforderungen nicht so hoch sind wie in freier Wildbahn, müssen die Angler einige Skills beherrschen bzw. erlernen, um einen Fang zu landen. Dafür sind die Forellenteiche mit ihren dichten Fischbeständen sehr gut geeignet. Wer also noch Neuling unter den Petrijüngern ist, für den ist das Angeln am Forellenteich eine gute Möglichkeit, sich auszuprobieren. Da hier der Angelerfolg in der Regel vorprogrammiert ist, locken Forellenteiche nicht nur Anfänger an. Auch trainierte Sportfischer gehen gerne mit Familie oder Freunden an einen Forellenteich, um ihr Können vorzuführen.

Wie fange ich am besten Forellen am Forellenteich?

Auch an einen Forellenteich solltest Du nicht unvorbereitet gehen. Sicher ist das Angeln am Forellenteich nicht so kompliziert, wie an einem Fließgewässer in freier Wildbahn. Dennoch ist eine gute Vorbereitung wichtig. Außerdem ist die geeignete Ausrüstung für das Angeln an einem Forellenteich entscheidend für den Erfolg. Es gibt eine Menge Empfehlungen zu den passenden Angelruten, Ködern und den Angelmethoden an einem Forellenteich. Ein paar grundlegende Dinge kann man sich ganz einfach merken:

  • Für kleine Gewässer nutzt Du am besten leichte Ruten mit einer sensiblen Spitze, deren Länge zwischen 2,70 und 3,40 Meter liegt. Das Wurfgewicht sollte nicht mehr als 20 – 30 Gramm schwer sein.
  • Bei einem größeren Gewässer sind längere Ruten durchaus von Vorteil. Diese können zwischen 3,50 und 3,90 Meter lang sein, um den Köder etwas weiter im Gewässer zu platzieren.

Am Forellenteich kannst Du sowohl mit einer Grundrute, einer Fliegenrute, einer Posenrute, einer Spinnrute oder einer Tremarellarute erfolgreich sein.

Welche Ausrüstung brauche ich für das Angeln an einem Forellenteich?

Ausschlaggebend für erfolgreiches Angeln sind neben der Rute, bei der es sich sowohl um eine Steckrute als auch um eine Teleskoprute handeln kann (beide Modelle haben Vor- und Nachteile), vor allem eine geeignete Rolle und die Angelschnur. Immer abgestimmt auf die jeweilige Angelmethode, die Du bevorzugst. Grundruten haben andere Ansprüche an Rolle und Schnur als eine filigrane Fliegenrute. Diesbezüglich lohnt sich eine Beratung in einem guten Angelfachgeschäft oder durch einen passionierten Sportfischer auf jeden Fall.

Für einen Trip an den Forellenteich solltest Du Folgendes unbedingt dabei haben:

  • einen großen Kescher
  • Maßband (es gibt vorgeschriebene Mindestmaße)
  • das Schlagholz zum Betäuben der Fische
  • ein Messer
  • Hakenlöser
  • Zange
  • eine Schere

Die von Experten empfohlenen Forellenangeln-Montagen für Anfänger am Forellenteich sind:

  1. Posen-Montage

Diese Montage ist einfach anzufertigen. Du kannst sie auslegen oder auch zum langsamen Schleppen verwenden.

  1. Sbirolino-Montage

Sie ist laut Experten die beste Montage zum Forellenangeln. Der Sbirolino ist eine Schlepppose und besteht aus Plastik oder Glas, die Du sehr weit auswerfen und langsam oder sehr dynamisch wieder einziehen kannst.

  1. Pilotkugel-Montage

Kannst Du sehen, dass sich die Fische direkt unterhalb der Wasseroberfläche aufhalten, kommt die Pilotkugel zum Einsatz. Die Pilotkugel ist ein spezieller Auftriebskörper, der Dir ermöglicht, Deinen Köder knapp unter der Wasseroberfläche anzubieten.

  1. Gummifisch-Montage

Die leuchtenden kleinen Gummiköder werden beim Forellenangeln immer beliebter. Diese Forellenangel-Montage gestaltet sich unkompliziert. Mit einem Sbirolino-Vorfach und einem kleinen Snap ist das Anbringen der Köder ganz einfach möglich.

Eine 2.500 – 3.000er Rolle in Verbindung mit:

  • monofiler Schnur mit einer Stärke von 0,20 mm

oder einer

  • geflochtenen Schnur mit einer Stärke von 0,10 – 0,12 mm

rundest Du Deine Ausrüstung ab.

Auf welchen Köder beißen Forellen am besten?

Unter den erfahrenen Forellenangern sind verschiedene Köder beliebt. In diese drei Hauptgruppen kann man sie einteilen:

  1. Forellen-Teigköder

Seit mehr als 20 Jahren werden Teigködern beim Angeln an Forellenteichen erfolgreich eingesetzt. Es gibt die Teigköder fertig zu kaufen. Viele Angler stellen ihre Forellen-Teigköder auch selbst her. Man unterscheidet hierbei:

  • sinkende Teigköder
  • schwimmende Teigköder
  • sich auflösende Teigköder.

Rezept für selbstgemachte Teigköder sind im Internet zu finden.

  1. Forellen-Naturköder

Diese Köder werden als Mummies oder Mummys bezeichnet – handelt es sich bei ihnen doch tatsächlich um mumifizierte Wachsmottenlarven oder Bienenmaden. Ihre zähe Konsistenz macht sie zu idealen Schleppangel-Ködern. Weite Würfe sind mit ihnen kein Problem, da sie im Gegensatz zu lebenden Bienenmaden viel besser am Haken bleiben.

  1. Softbaits / Kunstköder

Zu den Kunstködern zählen Blinker, Power Baits, künstliche Bienenmaden, Wobbler und alle möglichen Gummifische bzw. Gummiköder mit unterschiedlichen Namen. Die Blinker kannte man unter den Anglern schon seit den 1930ger Jahren. Gummifische haben Anfang der 90er das Raubfischangeln revolutioniert.

Wo ist die beste Angelstelle an einem Forellenteich?

Da der Fischbestand in einem Forellenteich relativ hoch ausfällt, ist auch die Fangquote dementsprechend. Dennoch kann es nicht schaden sich darüber zu informieren, welche Spots am Forellenteich die heißesten sind. Am Stamm-Gewässer wissen die meisten Angler, wo sich die Fische aufhalten. An einem neuen Gewässer sieht das allerdings schon ganz anders aus. Es kostet Dich nichts, direkt vor Ort die Profis oder auch den Betreiber der Anlage dazu zu befragen. Auch die Webseiten oder Social-Media Seiten der Anlage geben in vielen Fällen Auskunft über gute Fangplätze. Potenzielle Hotspots an allen Forellenteichen sind:

Ein- und Ablauf:

Am Einlauf des Forellenteiches kommt frisches Wasser und damit viel Sauerstoff an. Das lieben die Fische. Und auch am Ablauf der Anlage, dem sogenannten Mönch ist das Forellen-Fischen nicht selten von Erfolg gekrönt.

Belüftung:

Besonders an heißen Tagen halten sich die Fische gerne an luftigen Plätzen in der Nähe eines Belüfters auf. Auch hier spielt die Sauerstoffzufuhr wieder eine wichtige Rolle für die Wasserbewohner.

Die Windrichtung:

Experten behaupten, dass die dem Wind zugewandte Seite einen guten Hotspot beim Angeln am Forellenteich darstellt. Und das ist nachzuvollziehen. Sorgt doch der Wind dafür, dass Nahrung freigespült wird und der Sauerstoffgehalt des Wassers steigt. Auch hier gibt es allerdings eine Ausnahme: den kalten Wind im Winter mögen die Fische nicht besonders. Dann eignen sich eher windgeschützte kleine Buchten zum Forellen-Fischen.

Welche Vorteile hat das Angeln an einem Forellenteich?

In den Reihen der Anglerschaft spaltet kein Thema diese so sehr wie das Angeln an einem Forellenteich. Fakt ist, dass das Angeln an einem Forellenteich sowohl Vorteile als auch Nachteile bietet, je nachdem von welcher Perspektive aus man es betrachtet.

Vorteile: Nachteile:
  • Gute Möglichkeit für Touristen und Anfänger / Kinder / Jungangler sich auszuprobieren und praktische Erfahrungen zu sammeln.
  • Der Fischbestand ist garantiert und die Aussicht auf Erfolg vergleichsweise hoch.
  • Im Gegensatz zur freien Natur kann man hier das ganze Jahr Forellen fischen.
  • Außer Forellen sind noch viele andere beliebte Fischarten vorhanden.
  • Für das Angeln fallen Gebühren an, die nicht immer gering ausfallen.
  • Einige Anlagen legen fest, mit welchen Ködern gefischt werden darf.
  • Zu bestimmten Zeiten sind die Anlagen recht voll.
  • Es herrscht das “Take & Put” Prinzip. Das heißt alles was gefangen wird, muss auch mitgenommen und bezahlt werden.

 

Ob das Angeln am Forellenteich etwas für Dich ist, merkst Du am einfachsten, wenn Du es ausprobierst. Such Dir dafür einfach einen Forellenteich in Deiner Nähe und schau, wie es Dir gefällt.

Wie finde ich einen Forellenteich in der Nähe?

Wie fast alles findest Du heutzutage auch Forellenteiche in der Nähe am besten über die Online-Suche. Gibst Du die Frage nach Forellenteichen in der Nähe ganz einfach in Deinen Internetbrowser ein, werden Dir gleich mehrere Seiten angezeigt, wo Du entweder Links zu entsprechenden Anlagen findest oder aber auch gleich über bestimmte Forellenteiche ausführlich informiert wirst. So kannst Du Dir die relevantesten Informationen im Vorfeld heraussuchen. Wenn Du genügend Zeit hast, lohnt es sich, den Forellenteich vor dem Angeltag einmal kurz in Augenschein zu nehmen. Dann merkst Du gleich, ob die Anlage Deinen Vorstellungen entspricht und Du hier einen Angeltag verbringen möchtest.

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